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- stark und selbstbewusst wie Pippi

 

„Waldkindergarten" - was soll das?

Bei dieser speziellen Form des Kindergartens, spielt sich der gesamte Alltag draußen im Wald bzw. in der Natur ab. Hier gibt es bis auf Ausnahme der schützenden Unterkunft, die nur bei extremer Witterung aufgesucht wird, keine Türen oder Wände. Der Wald bietet den Kindern ab dem 3. Lebensjahr Raum, sich ohne Mauern frei zu bewegen - zum Lachen, Spielen, Tanzen und Träumen. So können die Kinder ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben und den Wald entdecken.

Draußen herumtoben? Was hat das mit Bildung zu tun?

„Greifen kommt vor dem Begreifen und Anfassen vor dem Erfassen"

(Friedrich Fröbel)

Durch den riesigen „Erfahrungsraum Wald" erweitern die Kinder spielerisch ihr Wissens- und Verhaltensspektrum. Zu diesem selbstgesteuerten Lernen der Kinder kommt die gezielte ganzheitliche  Förderung, die der in einem Regelkindergarten ähnelt, sich aber doch in ganz wesentlichen Merkmalen grundlegend davon unterscheidet. So greifen wir vorwiegend zu den uns gegebenen Naturmaterialien und verzichten größtenteils auf vorgefertigte Spiel- und Lernmaterialien. Äste werden beispielsweise zu Musikinstrumenten, Blätter zu Rechenmaschinen, Steine zu Bauklötzen oder Stecken und Erde zu Malutensilien. Übliche Gebrauchsgegenstände bekommen hier einen ergänzenden Charakter, um bestimmte Ziele effektiv zu verfolgen. Zu diesen Zielen zählen beispielsweise die Vermittlung der richtigen Stifthaltung und das genaue Schneiden mit einer Schere.

Ja, aber bei jedem Wetter im Wald? Naja, ich weiß nicht...

Kinder, die einen Waldkindergarten besuchen, leiden erfahrungsgemäß  selten an Erkältungskrankheiten und Allergien, da der Aufenthalt im Wald bei den unterschiedlichsten Witterungsbedingungen zur Stärkung des Immunsystems beiträgt. Grundvoraussetzung hierfür ist natürlich die richtige Kleidung denn „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung". Eine dementsprechende Ausrüstung der Kinder für die jeweilige Wettersituation ist deshalb unabdingbar. Bei extremer Witterung, sei es Hagel oder Gewitter, suchen wir die Villa Kunterbunt, einen beheizten Doppel- Wohncontainer auf.

Das hört sich ja alles ganz gut an. Aber ob das das Richtige für mein Kind ist?

Diese wohl auch berechtigte Frage werden sich viele Eltern stellen. Letztendlich können Sie am besten einschätzen, wie Ihr Kind mit den gegebenen Bedingungen umgeht. In der Regel spricht nichts gegen einen Waldkindergarten, außer Ihr Kind hat bestimmte gesundheitliche Einschränkungen, bei denen sich der Aufenthalt im Wald als Gefahr für Ihr Kind herausstellen würde. Ansonsten kann der Waldkindergarten besonders Kindern mit Defiziten gerecht werden, denn bereits der Wald an sich hat therapeutische Wirkung. Ob Kinder mit motorischen, körperlichen oder sprachlichen Schwächen, Verhaltensauffälligkeiten wie ADS oder ADHS, sozialen Defiziten oder Entwicklungsverzögerungen - die Natur, so wie sie ist, fördert das Kind. Wenn Sie großen Wert auf eine ganzheitliche Förderung Ihres Kindes legen und sich Ihr Kind gerne in der Natur aufhält, dann ist es bei uns in guten Händen.

Und was hat die Pippi Langstrumpf damit zu tun?

Unser oberstes Ziel ist es, die Kinder zu  eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu erziehen. Wer könnte dies besser verkörpern, als unsere Pippi Langstrumpf? In der Gruppe können die Kinder es schaffen, so stark und selbstbewusst wie Pippi zu werden. Pippi Langstrumpf kann sich mit „vernünftigen" Mitteln behaupten und vermittelt den Kindern dadurch Mut und Durchsetzungsvermögen. Gleichzeitig lehrt sie den Kindern durch ihren stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, an das Gute im Menschen zu glauben und Schwachen und Armen beizustehen. Sie stellt sich Konflikten und versucht diese,  mit fairen, „gewaltlosen" Strategien zu lösen. Kurzum: Die Kinder lernen durch sie auch einmal „Nein" zu sagen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und sich gegen falsche Entscheidungen zu wehren. Pippi zeigt den Kindern, dass in jedem von ihnen verborgene Kräfte schlummern, die sie nur entdecken und nutzen müssen. Wir wollen den Kindern mithilfe von Pippi Langstrumpf helfen ein unerschütterliches Selbstvertrauen zu entwickeln, denn ein ängstliches Kind wird ein ängstlicher Erwachsener, der sich nie etwas zutraut und auch wenig erreicht.

Jedoch ein selbstbewusstes Kind wird
ein selbstbewusster Erwachsener,
der für andere eintritt und sich selbst vertraut!